Sprachförderung

Auch hier könnte ich eine Menge pädagogischer Erläuterung bringen, wie z. B.: Sprachförderung fängt schon mit der Ausbildung der Gesichtsmuskeln an, also fördert ein harter Kanten Brot die Sprache mehr als ein Rosinenmürbchen und ein Becher mehr als eine Nuckelflasche.

Es gibt auch schöne Spiele, die durch die Ausbildung der Gesichts­muskulatur sprachfördernd sind, wie zum Beispiel eine Feder über den Tisch zu pusten, Seifenblasen zu machen oder schnalzen zu üben.

Im Wesentlichen aber lernen Kinder Sprache durch Zuhören und Interaktion. Ich kommentiere meine Alltagshandlungen, erzähle, was ich so mache, was die anderen  Kinder so machen und lese und singe den Kinder vor. Den Dialog und die Beziehungen der Kinder begleite ich emphatisch, indem ich ihnen helfe, Beobachtungen anzustellen und Gefühle und Bedürfnisse bei sich und anderen Kindern zu vermuten. Ich gebe den Kindern damit Wörter für die Dinge, die sie noch nicht haben. So prägt das Kind sich die Sprache ein. Das es anfängt, sie selber zu üben, kann ich mir nicht auf die Fahne schreiben, das wird jedes gesunde Kind irgendwann tun.  🙂

Ich ermutige dabei jeden Ton, vom ersten „örrre“ , über ma ma ma, ba ba ba bis hin zu „Kondensflugstreifen“.

Korrekturen erfolgen bei mir ausschließlich durch positive Verstärkung. So werde ich nie sagen: „Das heißt nicht „Nas“, das heißt NA-SE. Sag mal NA-SE!“. Das ist nicht gleiswürdig und für die Kinder sehr entmutigend und schlecht für das Selbstvertrauen.  Korrigiert wird nur durch das Wiederholen des Wortes in der richtigen Form. „Ach, Du meinst Deine Nase! Genau, das ist Deine Nase!“

weiter