Sprachförderung

Auch hier kann ich eine Menge pädagogische Erläuterung bringen, wie z. B.: Sprachförderung fängt schon mit der Ausbildung der Gesichtsmuskeln an, also fördert ein harter Kanten Brot die Sprache wohl mehr als ein Rosinenmürbchen und ein Becher mehr als eine Nuckelflasche.

Es gibt auch schöne Spiele, die durch die Ausbildung der Gesichts­muskulatur sprachfördernd sind, wie zum Beispiel eine Feder über den Tisch zu pusten, Seifenblasen zu machen oder schnalzen zu üben.

Im Wesentlichen, denke ich aber, lernen Kinder Sprache vom Zuhören. Ich kommentiere pausenlos meine Alltagshandlungen (wobei ich nicht sicher bin, ob ich das wegen der Kinder tue, aber es ist besser, das so zu behaupten, sonst geräte ich schnell in den Ruf, ein wenig wunderlich zu sein), erzähle, was ich so mache, was die anderen  Kinder so machen und lese und singe den Kinder vor. Ich geb den Kindern damit Wörter für die Dinge, die sie noch nicht haben. So prägt das Kind sich die Sprache ein. Das es anfängt, sie selber zu üben, kann ich mir nicht auf die Fahne schreiben, das wird jedes gesunde Kind irgendwann tun.  :-)

Ich ermutige dabei jeden Ton, vom ersten „örrre“ , über ma ma ma, ba ba ba bis hin zu „Kondensflugstreifen“.

Korrekturen erfolgen bei mir ausschließlich durch positive Verstärkung. So werde ich nie sagen: „Das heißt nicht „Nas“, das heißt NA-SE. Sag mal NA-SE!“. Das ist für Kinder sehr entmutigend und nicht gut für das Selbstvertrauen.  Korrigiert wird nur durch das Wiederholen des Wortes in der richtigen Form. „Ach, Du meinst Deine Nase! Genau, das ist Deine Nase!“

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