Eingewöhnung

Damit die Trennung von den Eltern beim Kind keinen Schaden hinterlässt, ist eine gute Eingewöhnungszeit immens wichtig! Die Zeit soll dem Kind die Möglichkeit geben, eine Beziehung zu mir aufzubauen. Das Kind muss wissen, dass seine Bedürfnisse auch erfüllt werden, wenn Beziehungsperson Nr. 1 und 2  („Mama und Papa“ oder „Mama und Mama“ oder „Papa und Papa“ oder sonstige Kombinationen) nicht mehr anwesend sind. Es muss sich bei mir sicher fühlen und sich trösten lassen, bevor die Eltern sich längere Zeit entfernen können.

Durch die Elternzeit von 1 Jahr fangen viele Betreuungen zu einem Zeitpunkt an, der biologisch ungünstig gewählt ist. Mit 1 – 1,5 Jahren setzt beim Kind meist die Fremdelphase ein. Das heißt, die Bindung zwischen Mutter und Kind ist in dieser Zeit am stärksten. Und die Mutter-Kind-Bindung keine Einbahnstraße – auch viele Mütter tun sich in dieser Zeit schwer, ihr Kind wegzugeben.

Ich mache die Eingewöhnung also nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern. Sie müssen hier erst gehen, wenn Sie sich gut dabei fühlen. Ich hatte schon Eingewöhnungen, da spielte das Kind schon ganz entspannt in der Gruppe. Und die Mutter schluchzte am Frühstückstisch in ihren Kaffee. Das ist ok, ich habe dafür Verständnis. Ich habe meinen früheren Beruf aufgegeben, weil ich eine Trennung von meiner Tochter zu diesem Zeitpunkt nicht geschafft hätte :-).

Die Eingewöhnungszeit sollte mindestens 2 Wochen betragen und kann je nach Kind länger dauern. Sie ist abgeschlossen, wenn das Kind sich von mir trösten lässt.  Auch wenn das sehr viel Aufwand für Eltern und Tagesmutter ist: diese Zeit sollte nicht verkürzt werden. Denn: wenn die Eingewöhnungszeit nicht gut verläuft, ist es nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich, dass das ganze Betreuungsverhältnis zwischen Kind und Tagesmutter scheitert.

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