Essen und Ernährung

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Unser Brot – Bio, Vollkorn, selbstgemacht und -LECKER!

Essen lernen! Welch’ spannendes Kapitel in der Geschichte der Kindheit. Und wie wichtig für die weitere Entwicklung eines Menschen! Da ich auch hier auf Vorbildfunktion setze, koche ich morgens frisch und mit guten Zutaten vollwertige Dinge, die mir selber schmecken und die ich auch essen möchte. Und dann hoffe ich, dass es meinen Tageskindern genauso gut schmeckt, wohl wissend, dass das nicht immer so sein muss.

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Wirsingpfanne vegetarisch – ich fand’s super lecker. Bei den Kindern ging die Meinung auseinander

 

Ich zwinge kein Kind etwas zu essen, was ihm nicht schmeckt, noch nicht mal zu probieren, wenn es nicht will und ich bestehe nicht darauf, aufzuessen, wenn es nicht mehr kann. Wenn es eine Woche lang nur trockene Nudeln essen will, wird es meiner Ansicht nach daran nicht sterben und soll seine Nudeln haben. Aber, gemäß meiner Überzeugung, meine eigenen Grenzen zu setzen: ich will nicht eine Woche nur trockene Nudeln essen! Ich werde weiterhin andere Dinge kochen und anbieten. Meiner Über­zeugung nach, wird das Kind dann von selber Interesse an gutem  Essen entwickeln. Gleichzeitig lernt es, dass es ok ist, beim Essen eigene Vorlieben zu haben und selber zu bestimmen, wie viel es essen will. Es wird lernen, in diesem Gebiet Verantwortung für sich zu übernehmen – eine wertvolle Erfahrung fürs Leben.

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Unser Frühstück – für die ganz Kleinen wird püriert

Auch bei den „Essmanieren“ glaube ich mehr an die  Wirksamkeit von Vorbildfunktion und Üben, weniger an Belehrung. Natürlich möchte ich, dass ein Kind möglichst schnell „anständig“ mit Besteck isst. Aber bis es soweit ist, wird eben mal gematscht und die Finger benutzt. Ich finde es wichtig, dass ein Kind, das den Löffel gerne selber halten möchte, das auch tun kann – auch wenn zwei Drittel auf dem Lätzchen, dem Tisch und dem Fußboden landet, bis die schwierige Koordination mit dem Löffel gemeistert ist und man stolz neue Herausforderungen suchen kann.

Das heißt nicht, dass ich das immer toll finde, wie es nach dem Essen bei mir aussieht. Aber Ermahnungen sind sinnlos und nicht gut für Selbstwertgefühl der Kinder. Damit ich gelassen bleiben kann, habe ich eine Haushaltshilfe, die jeden Tag saubermacht. :-)

Zum Praktischen: auf meinem Speiseplan stehen viel Gemüse und Obst, Fleisch oder Fisch gibt es nur ca. 1-2 mal die Woche. Für Kinder unter einem Jahr koche ich ohne Salz- und sehr gewürzarm. Auf Allergien und Unverträglichkeiten kann ich ebenso Rücksicht nehmen wie auf Elternwünsche.

Wir beziehen nahezu alle Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Fleisch, Brot, Milchprodukte über unser Gemüseabo beim Lammertzhof ( www.lammertzhof.info).

Ich koche morgens, bevor die Kinder kommen, da ich in meiner Küche mit 5 Kindern nicht mehr sicher hantieren kann.

 

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