Essen und Ernährung

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Unser Brot – Bio, Vollkorn, selbstgemacht und -LECKER!

Essen! Essen finde ich toll. Weil ich gerne lecker esse, koche ich auch gerne und lege Wert auf gesunde, frische Zutaten in Bio-Qualität.

Viele Eltern scheint nichts so sehr zu stressen, wie die Essgewohnheiten ihrer Kinder. Ich kann mich da nicht unbedingt ausnehmen. Ich bin auch manchmal frustriert, wenn ich saisonal- regional -biologisch-ajurvedisch koche und meine Kinder dann verkünden, sie hätten doch lieber ein Brot. Und am nächsten Tag gibt es Nudeln ohne irgendwas und ich werde gefeiert wie eine 4 Sterne Köchin. Meine eigene Tochter ist jetzt 7 und isst nichts, was ich koche, außer Nudeln und Eierkuchen.

Da ich auch hier auf Vorbildfunktion setze, koche ich morgens frisch und mit guten Zutaten vollwertige Dinge, die mir selber schmecken und die ich auch essen möchte. Und dann hoffe ich, dass es meinen Tageskindern genauso gut schmeckt, wohl wissend, dass das nicht immer so sein muss.

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Wirsingpfanne vegetarisch – ich fand’s super lecker. Bei den Kindern ging die Meinung auseinander

 

Ich zwinge kein Kind etwas zu essen, was ihm nicht schmeckt, noch nicht mal zu probieren, wenn es nicht will und ich bestehe nicht darauf, aufzuessen, wenn es nicht mehr kann. Wenn es eine Woche lang nur trockene Nudeln essen will, wird es meiner Ansicht nach daran nicht sterben und soll seine Nudeln haben. Aber, gemäß meiner Überzeugung, meine eigenen Grenzen zu setzen: ich will nicht eine Woche nur trockene Nudeln essen! Ich werde weiterhin andere Dinge kochen und anbieten. Meiner Über­zeugung nach, wird das Kind dann von selber Interesse an gutem  Essen entwickeln. Gleichzeitig lernt es, dass es ok ist, beim Essen eigene Vorlieben zu haben und selber zu bestimmen, wie viel es essen will. Es wird lernen, in diesem Gebiet Verantwortung für sich zu übernehmen – eine wertvolle Erfahrung fürs Leben.

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Unser Frühstück – für die ganz Kleinen wird püriert

 

Zwang, Überredungen, Verhandlungen und Essenspielchen („Noch einen Löffel für den Opaaa…“) halte ich für unwürdige Manipulationen, die eher geeignet sind, einem Kind das Essen abzugewöhnen – oder , was ich für noch gefährlicher halte – dem Essen eine andere Bedeutung zu geben.  Essen sollte keine Belohnung oder Bestrafung sein, kein Ersatz für Zuneigung oder Beziehung und kein Machtmittel.

Meine Mutter ist über 70 und mag bis heute keine Milch, weil sie als Kind immer frische Kuhmilch mit Rahm trinken musste und sich vor den Stückchen ekelte. Ein guter Freund von mir isst bis heute nichts mit einer Fitzel Zwiebel drin. Er wurde mit selbstgemachtem Hustensaft gequält.

Ich sage immer: „Ich kann nicht garantieren, dass euer Kind später Gemüse essen wird. Ich könnte nur erreichen, dass es todsicher nie wieder Gemüse isst.“ Das mag ich aber nicht. Deshalb gibt es bei mir auch Wurst ohne Brot, wenn gewünscht.

Auch bei den „Essmanieren“ glaube ich mehr an die  Wirksamkeit von Vorbildfunktion und Üben, nicht an Belehrung. Natürlich möchte ich, dass ein Kind möglichst schnell „anständig“ mit Besteck isst. Warum? Weil es mir weniger Arbeit macht, ganz klar. Aber bis es soweit ist, wird eben gematscht und die Finger benutzt. Ich finde es wichtig, dass ein Kind, das den Löffel gerne selber halten möchte, das auch tun kann – auch wenn zwei Drittel auf dem Lätzchen, dem Tisch und dem Fußboden landet, bis die schwierige Koordination mit dem Löffel gemeistert ist und man stolz neue Herausforderungen suchen kann.

Das heißt nicht, dass ich immer toll finde, wie es nach dem Essen bei mir aussieht. Aber Ermahnungen sind sinnlos und auch unfair. Schließlich macht es jedes Kind so gut, wie es gerade kann. Damit ich gelassen bleiben kann, habe ich eine Haushaltshilfe, die jeden Tag saubermacht. 🙂

Zum Praktischen: auf meinem Speiseplan stehen viel Gemüse und Obst, Fleisch oder Fisch gibt es nur ca. 1-2 mal die Woche. Für Kinder unter einem Jahr koche ich ohne Salz- und sehr gewürzarm.

Wir beziehen nahezu alle Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Fleisch, Brot, Milchprodukte über unser Gemüseabo beim Lammertzhof ( www.lammertzhof.info).

Ich koche morgens, bevor die Kinder kommen, da ich in meiner Küche mit 5 Kindern nicht mehr sicher hantieren kann.

 

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