Krankheit und Ausfallszeiten

Erkrankungen des Tageskindes

Ich habe eine Fürsorgepflicht gegenüber den Kindern, die mir anvertraut werden. Dazu gehört auch, dass ich sie, soweit wie möglich, vor ansteckenden Krankheiten schützen muss.

Das klingt einfacher, als es ist, denn des ist dem Kind nicht immer anzusehen, wann und wie schlimm es ansteckend erkrankt ist.

Und wenn ich kein Kind mit Schnupfen nehmen würde (der ansteckend ist), wäre ich von Oktober bis April arbeitslos… Manchmal ein Dilemma.

Natürlich sollte ein Kind, dass Fieber, Durchfall, Bindehautentzündung u.ä. hat oder eine Krankheit, die unter das Infektionsschutzgesetz fällt, nicht zu mir gebracht werden. Zum einen nicht, weil ich nicht möchte, dass die anderen Kinder angesteckt werden, zum andern, weil ein krankes Kind besonders viel Pflege und Zuwendung braucht, die es in dem Moment nicht von mir, sondern von seinen Eltern haben möchte und die ich in dem Umfang nicht erbringen kann, wenn hier noch 4 andere (noch) gesunde Kinder zusätzlich herumwuseln.

Damit sich die anderen Kinder nicht anstecken, darf das Kind nach einer Erkrankung auch erst wieder gebracht werden, wenn es 1 Tag fieberfrei ist. Bei einer Krankheit, die mit Antibiotika behandelt wird (z.B. Bindehautentzündung) darf das Kind frühestens 48 Stunden nach Medikamentengabe wieder gebracht werden.

Medikamente darf ich einem Kind nicht verabreichen, nur in bestimmten Fällen (z.B. wenn das Kind Allergiker ist und eine Notfallspritze mit sich führen muss) ist es mit einer schriftlichen Anweisung des Arztes möglich.

Generell gilt: wenn ein Kind zu krank ist, um den Tag bei mir ohne Medikamente durchzustehen, sollte es zu Hause bleiben.

Wenn ein Kind während der Betreuungszeit krank wird, informiere ich sofort die Eltern, die ihr Kind dann schnellstmöglich abholen müssen.

Erkrankung der Tagespflegeperson

Wenn ich erkranke, informiere ich unverzüglich über Art, Schwere und voraussichtliche Dauer meiner Krankheit.

Ich nehme am Springersystem der Stadt Düsseldorf teil. Das heißt, dass ich im Krankheitsfall durch eine vom Jugendamt finanzierte Tagespflegeperson vertreten werde. Die Betreuung findet dann in geeigneten Räumlichkeiten der Ersatztagespflegeperson statt.

Es ist aber möglich, dass mein Springer selber erkrankt ist oder schon Kinder betreut. In diesem Fall müssen – so leid es mir tut – die Eltern selber für eine Ersatzbetreuung sorgen. Das kann leider vorkommen und ist natürlich einer der Hauptnachteile der Kindertagespflege gegenüber einer Kita. wo Ausfälle seltener, aber auch nicht unmöglich sind. (Dafür streike ich nicht ;-))

Dazu kommt noch, dass ich ein eigenes Kind im Grundschulalter habe, dass auch erkranken kann.

Auch mir als Mutter fällt es manchmal schwer zu entscheiden, ob mein Kind nur einen normalen Schnupfen hat, mit dem es durchaus betreut werden kann oder ob es etwas schlimmeres ist und es zu Hause bleiben sollte.

Wenn ich der Meinung bin, es ist so schlimm (Fieber etc, da gelten die gleichen Kriterien wie bei den Tagespflegekindern) , dass es nicht in die Schule gehen kann, kann ich natürlich auch keinen anderen Kinder bei mir zu Hause betreuen. Dies ist einer Erkrankung von mir gleichzusetzen.

Wenn ich das Gefühl habe, meine Tochter ist nur ein bisschen angeschlagen, es ist aber nix Schlimmes, sie braucht nur ein paar Tage ein bisschen mehr Mami, lasse ich sie zu Hause und betreue trotzdem, um meine Ausfallzeiten so gering wie möglich zu halten. Wenn sich dann im Laufe der Betreuung herausstellt, dass es doch was Schlimmeres ist, sage ich unverzüglich Bescheid und die Tageskinder müssen abgeholt werden.

Letztendlich sind es immer Einzelfallentscheidungen, die ich nach bestem Wissen und Gewissen treffe in der Absicht, bestmögliche, zuverlässige Betreuung zu bieten und die Gesundheit der Kinder nicht zu schädigen.

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