Schule wirft ihren Schatten voraus

Als Mutter eines Kindes, dass im August 2016 (!) in die Schule kommen soll, werde ich die Tage mit Einladungen der Stadt konfrontiert. Ich soll mir Schulen angucken und an Elterninformationsabenden teilnehmen.

Ein Thema, dass ich lieber noch eine Weile vermieden hätte…

Gerade einen schönen Essay von Remo Largo gelesen: „Wer bestimmt den Lernerfolg? Kind, Schule, Gesellschaft?“

Die Erkenntnisse sind für mich nicht neu: ein wichtiger Einflussfaktor (das weiß man ja auch aus der Hattie Studie) sind die Lehrer. Je mehr ein Lehrer in der Lage ist, eine Beziehung zum Kind aufzubauen, desto besser lernt das Kind.

Im Wesentlich bestimmt nämlich das Kind, ob es etwas Lernen möchte. Druck, Noten, Manipulation zerstören die Motivation, etwas zu tun, was in der Natur des Menschen liegt: Lernen und Forschen. Je mehr ich auf das Kind eingehe, je selbstbestimmter das Kind lernen darf, je respektvoller ich mit dem Kind umgehe, desto mehr wird es lernen – freiwillig!

Es frustriert mich nur so ungemein, wie weit die Realität in unseren Schulen und in unserer Gesellschaft von diesen Erkenntnissen abweicht. Werde ich es schaffen, mein Kind unbeschadet durch dieses System zu schleusen? Wo sind die Alternativen?

In der Tagespflege kann ich noch Alternativen zum System schaffen. Aber wer „pflegt“ mein Kind in der Schule?

Gerade sehr nachdenklich…